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Hesse Museum Gaienhofen mit neuer Dauerausstellung:

Gaienhofener Umwege. Hermann Hesse und sein 1.Haus.
Der Schriftsteller und spätere Literaturnobelpreisträger Hermann Hesse lebte von 1904 bis 1912 in Gaienhofen. Der junge Autor hatte zuvor ein eher unstetes Leben an verschiedenen Orten geführt. Mit dem „Gaienhofener Umweg“, wie er seine acht Jahre am Bodensee später nannte, war die Hoffnung auf Stabilität und Beheimatung verbunden: Hier begann „die Zeit meines Lebens, in der ich nicht mehr zufällige und oft gewechselte Zimmer, sondern Häuser bewohnte“. Unter all diesen Häusern war das schlichte Bauernhaus am Gaienhofener Dorfplatz, das er 1904 unmittelbar nach seiner Hochzeit bezog, gewiss das wichtigste. Er nannte es später die „erste Zuflucht meiner jungen Ehe“ und die „erste legitime Werkstatt meines Berufes“.
Für sein erstes Wohnhaus, das seit 1993 zum Hesse-Museum gehört, ließ er jenen beeindruckenden Schreibtisch bauen, der ihm sein Leben lang als Arbeitsplatz diente. Der Schreibtisch steht im Zentrum der neuen Dauerausstellung, die nun am authentischen Ort eröffnet wurde und die neben Hesses Arbeit als Schriftsteller den schon bald auftretenden Konflikt des Autors zwischen sesshaft-unflexibler Bürgerlichkeit und wandlungsbereitem Künstlertum inszeniert.

Das Hesse Museum Gaienhofen zeigt ebenso Ausstellungen zur Künstler- und Literaturlandschaft der Höri.
Regelmäßig finden Sonderausstellungen, Vorträge und Lesungen statt.

Kontakt:

Hesse Museum Gaienhofen
Kapellenstr. 8
D 78343 Gaienhofen/Bodensee

Leitung: Dr. Ute Hübner
Telefon: (07735) 440947
Fax: (07735) 440948
E-Mail: hesse-museum@gaienhofen.de
Webseite: www.hesse-museum-gaienhofen.de

Veranstaltungen des Mitgliedes

30.09.2018 - 10.02.2019 | Hesse Museum Gaienhofen HALB INNER HALB AUSSER HALB Zeichnungen, Drahtzeichnungen und Fotografie von Markus Daum

Der Bildhauer und Zeichner Markus Daum thematisiert in seinen Werkserien immer wieder die Existenz des Menschen, sucht zu ergründen, was das menschliche Leben, Denken und Handeln in all seinen Widersprüchlichkeiten antreibt. Sein jüngst entstandener Zyklus von mehr als 25 Zeichnungen „Der Körper des Fremden" geht zurück auf seine Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller Michael Roes, dessen Essay mit demselben Titel die Grundlage für Daums künstlerische Auseinandersetzung mit diesem Subjet bildet. Die Begegnung mit fremden Welten steht für Michael Roes immer wieder im Zentrum seiner Texte: Was geschieht, wenn Menschen verschiedener Kulturen einander begegnen? Wie verstehen Individuen oder Gruppen einander -beziehungsweise, was verhindert das gegenseitige Erkennen und Verstehen? Roes umkreist in unterschiedlichen Variationen das Thema der Grenzen, an der sich Fremdheit und Vertrautheit treffen, in der Hoffnung solche Abstände durch gegenseitige respektvolle Anerkennung überwinden zu können. Die von Roes` Gedanken inspirierten farbigen Tuschezeichnungen von Markus Daum erläutern nicht, deuten nicht aus, sie bespiegeln den Text vielmehr assoziativ. Mit zeichnerischer Sensibilität entwirft er einmal zart, dann wieder kraftvoll seine Chiffren der fragilen menschlichen Existenz.

Hesse Museum Gaienhofen
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