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Gerhart Hauptmann hat von 1885 bis 1889 seinen Wohnsitz in die Gemeinde Erkner verlegt. Dort mietete er die untere Etage der Villa »Lassen« für sich und seine junge Frau, um sich hier von einer Lungenkrankheit zu erholen. Hauptmann arbeitete zu dieser Zeit noch als Bildhauer, fand hier jedoch zu seiner eigentlichen Lebensaufgabe als Schriftsteller. »Mit der märkischen Landschaft aufs innigste verbunden, schrieb ich dort Fasching, Bahnwärter Thiel und mein erstes Drama Vor Sonnenaufgang. Die vier Jahre sind sozusagen die vier Ecksteine für mein Werk geworden.«
Seit 1987 beherbergt die Villa Lassen das Gerhart-Hauptmann-Museum mit einer Dauerausstellung zum Leben und Werk des Dichters sowie der wiederhergestellten Dichterwohnung. Das Museum besitzt eine umfangreiche Forschungsbibliothek, eine Sammlung an Teatralia sowie ein Fotoarchiv. Das Museum verbindet die Elemente des Memorials mit denen eines biographisch-kulturhistorischen Museums, in dem ein umfassender Überblick über Leben und Werk im Zusammenhang mit den sozialen, politischen, kultur- und literaturgeschichtlichen Strömungen seiner Zeit vermittelt wird. Dabei ist die Biographie mit der Werk- und Wirkungsgeschichte verbunden worden, zu der auch zahlreiche bildkünstlerische Arbeiten von Käthe Kollwitz, die 1887 Gast Hauptmanns in Erkner war, Heinrich Vogeler, Heinrich Ehmsen, Charlotte E. Pauly, Johannes M. Avenarius und andere gehören.


Kontakt:

Gerhart-Hauptmann-Museum
Gerhart-Hauptmann-Str. 1-2
D 15537 Erkner

Museumsname: Gerhart-Hauptmann-Museum
Leitung: Stefan Rohlfs
Telefon: (03362) 36 63
Fax: (03362) 7 00 01 41
E-Mail: rohlfs@gerhart-hauptmann.org
Webseite: www.hauptmannmuseum.de