Das Parlamentsarchiv des Deutschen Bundestages ist zuständig für die Unterlagen des Parlaments, seiner unmittelbaren Vorläufer, seiner Ausschüsse und Gremien sowie der Verwaltung des Bundestages. Darüber hinaus wird dort für jedes Bundesgesetz eine umfangreiche Dokumentation zusammengestellt. Die Benutzung unterliegt den Bestimmungen des Bundesarchivgesetzes.
Das Portal »Archive in Bayern« führt zu den öffentlichen und privaten Archiven im Freistaat Bayern. Mit ihren vielfältigen und in der Regel nur einmal überlieferten Schrift-, Bild- und Tondokumenten, neuerdings auch digitalen Unterlagen, sind die Archive wichtige Informationsspeicher und Kompetenzzentren für Fragen an die Vergangenheit. Um die Orientierung in der facettenreichen bayerischen Archivlandschaft zu erleichtern, haben der Bayerische Archivtag und die Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns dieses Archivportal erarbeitet. Es informiert über Archivbestände und Benützungsmöglichkeiten, bietet gewisse interaktive Funktionen und öffnet gegebenenfalls den Zugang zu einem erweiterten digitalen Angebot der einzelnen Archive. Eine größere private Zuwendung hat die Verwirklichung dieses Archivportals möglich gemacht.
an der UB Augsburg enthält wichtige Bestände u.a. zu Heinrich, Thomas, Klaus und Golo Mann, Rainer Maria Rilke, Hermann Hesse, Gerhart Hauptmann, Ernst Jünger, Hermann Broch, Carl Zuckmayer. Die Sammlung umfaßt Werkausgaben, Monographien, graue Literatur und weitere gedruckte Publikationen (zusammen ca. 3.700 Titel), Periodika (ca. 2.000 Zeitschriftenhefte), aber auch eine Reihe von Autographen (überwiegend Briefe) im Original oder in Kopie sowie bibliophile Raritäten. Ein besonders gewichtigerTeil ist das Archiv der Zeitungsausschnitte, Fotokopien, Separata, Akzidenzdrucke und ähnlicher Materialien, das schätzungsweise mehr als 5.000 Dokumente enthält.
Das Archiv zählt zu den ältesten und reichhaltigsten Akademiearchiven der Welt. In der Historischen Abteilung des Archivs werden ca.1.200 Manuskripte von Akademievorträgen, eingesandten wissenschaftlichen Abhandlungen und Preisbewerbungsschriften zu den Preisaufgaben der Akademie aufbewahrt. Die Abteilung Nachlässe umfaßt über 200 schriftliche Nachlässe von Akademiemitgliedern und anderer bedeutender Gelehrter sowie vier umfangreiche Autographensammlungen.
Die Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz stellt eine der größten und bedeutendsten Handschriftensammlungen in Deutschland dar. Die Sammlung, die so alt wie die Bibliothek selbst ist, wird seit 1886 auch eigenständig geleitet und verwaltet.
mit dem Redaktionsarchiv von "Sinn und Form"; bietet Materialien, deren Beschaffenheit jeweils nach Art und Umfang beschrieben wird, von z.B. Martin Andersen-Nexö, Vicki Baum, Johannes R. Becher, Walter Benjamin, Gottfried Benn, Ruth Berlau, Bertolt Brecht, Willi Bredel, Theodor Däubler, Ingeborg Drewitz, Lion Feuchtwanger, Alexander Moritz Frey, Salomo Friedlaender, Franz Fühmann, Louis Fürnberg, Günter Grass, Carl Hauptmann, Elisabeth Hauptmann, Wieland Herzfelde, Wolfgang Hildesheimer, Georg Kaiser, Walter Kempowski, Egon Erwin Kisch, Klabund, Reinhard Lettau, Heinrich Mann, Walter Mehring, Hans Werner Richter, Wolfdietrich Schnurre, Anna Seghers, Kurt Tucholsky, Erich Weinert, Günther Weisenborn, Peter Weiss, Gabriele Wohmann, Arnold Zweig. Weiter beherbergt das Archiv die Autographensammlung des Schriftstellerverbandes der DDR und die Sammlung zur proletarisch-revolutionären Literatur.
Das Literaturarchiv Oberschwaben wurde 1978 auf Initiative von Martin Walser mit einer Schenkung als gemeinnützige Stiftung gegründet. Im Auftrag der Stiftung betreut die Stadt Biberach seit 1998 den vollständigen Nachlass von Maria Menz (1903-1996), den literarischen Vorlass von Josef W. Janker (geb. 1922) und seit 2003 die Sammlung Locher, vor allem mit Werken von Carl Borromäus Weitzmann (1767-1828). Die Stiftung engagiert sich für die Übernahme weiterer Nachlässe und beherbergt auch das Archiv des Literarischen Forums Oberschwaben.
Als international anerkannte Forschungsstätte beherbergt das Archiv eine Bibliothek mit über 15.000 Büchern, Zeitschriften und Sonderdrucken sowie über 1.000 Handschriften, davon mehr als 350 eigenhändige Briefe Wielands.
Die Universitätsbibliothek Bonn ist seit ihrer Gründung (1818) im Besitz wertvoller Manuskripte. Zum heutigen Bestand gehören annähernd 450 abendländische (davon ca. 170 mittelalterliche) und etwa 270 orientalische Handschriften, ferner mindestens 140 Musikhandschriften. Den Schwerpunkt der handschriftlichen Materialien bilden die Nachlässe, insbesondere Bonner Gelehrter (über 70, außerdem ca. 1.000 kleinere Teil- und Splitternachlässe sowie Sammlungen). Dazu kommen eine Autographensammlung (über 8.000 Stück) und eine Sammlung von Kriegsbriefen (über 3.000), sowie eine kleine Urkundensammlung (105).
Der Verlag Friedrich Vieweg wurde 1786 in Berlin gegründet und übersiedelte 1799 nach Braunschweig. Der Schwerpunkt des Verlags lag zunächst in den geisteswissenschaftlichen Fächern (mit Autoren wie Andersen, Bettina von Arnim oder Herder). Unter dem Einfluß seines Freundes Justus von Liebig (1803-1873) richtete Eduard Vieweg (1796-1869) das Verlagsprogramm auf die Mathematik, Naturwissenschaften und Technik aus. Gelehrte wie Alexander von Humboldt, Gottfried Semper, Hermann von Helmholtz oder später Bohr, Einstein oder Planck konnten als Autoren gewonnen werden. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden die Werke von nicht weniger als 25 Nobelpreisträgern verlegt. Die Archive (u. a. Verlagsarchiv, Briefarchiv mit ca. 50.000 Briefen von etwa 3.000 Schreibern) befinden sich seit 1999 an der Universitätsbibliothek der Technischen Universität Braunschweig.
der Hessischen Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt: Autographen und ähnliche Dokumente von Büchner und aus seiner Umgebung; Werkausgaben Büchners; Dokumente zur Rezeptions- und Wirkungsgeschichte; Sekundärliteratur zum Werk Büchners.
Das Lippische Literaturarchiv der Lippischen Landesbibliothek widmet sich vorrangig den aus Detmold stammenden Schriftstellern Ferdinand Freiligrath, Christian Dietrich Grabbe und Georg Weerth und ist Sammelstätte literarischer und wissenschaftlicher Nachlässe aus der Region.
Das Fritz-Hüser-Institut für deutsche und ausländische Arbeiterliteratur widmet sich speziell der Sammlung, Erforschung und Ausstellung von Materialien der Arbeiterliteratur und -kultur. Es verfügt über eine Bibliothek, ein Bildarchiv, ein Archiv mit über 80 Laufmetern Archivalien und ein Medienarchiv.
Das Heinrich-Heine-Institut ist mit seinen umfangreichen Archiv- und Bibliotheksbeständen ein Zentrum der internationalen Heine-Forschung und bietet darüber hinaus mit dem Rheinischen Literaturarchiv und der Schumann-Sammlung die Grundlage für unterschiedliche wissenschaftliche Zugriffe.
Vorhanden sind alle Werkausgaben, nahezu alle Erstveröffentlichungen und andere seltene Drucke. Dazu kommt eine große Sammlung an Übersetzungen der Werke Thomas Manns sowie Sekundärliteratur. Neben der Sammlung von Monographien und Zeitschriften gibt es ein umfangreiches Ausschnittarchiv. Es enthält einen umfangreichen Bestand an Zeitungsartikeln von und zu Golo Mann sowie Materialien zu anderen Familienangehörigen.
Das Theatermuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf / Dumont-Lindemann-Archiv wurde 1938 als privates Theaterarchiv des "Schauspielhaus Düsseldorf (Dumont-Lindemann)" gegründet und ging durch die Stiftung von Gustav Lindemann 1947 in den Besitz der Stadt Düsseldorf über. Das Institut besteht aus den Bereichen Archiv, Bibliothek und Museum.
Die Deutsche Bibliothek besitzt zwei Exilsammlungen: die Sammlung Exil-Literatur 1933-1945 der Deutschen Bücherei Leipzig und das Deutsche Exilarchiv 1933-1945 der Deutschen Bibliothek Frankfurt am Main. Beide Abteilungen sammeln die im Ausland verfaßten oder veröffentlichten Werke und die unter Mitwirkung von Emigranten entstandenen Flugblätter. Das Deutsche Exilarchiv sammelt zudem Unterlagen (Nachlässe, Manuskripte) von Exilanten und Exilorganisationen (z. Zt. 166 größere Bestände).
Kern der 1995 aus Beständen der Handschriftenabteilung ausgegliederten Sammlung ist der Teilnachlaß Arthur Schopenhauers. Eine weitere Gruppe von Nachlässen betrifft die "Frankfurter Schule". Dazu gehören Nachlässe von Max Horkheimer, Leo Löwenthal, Herbert Marcuse und Friedrich Pollock. Hinzu kommt der Nachlaß des Psychoanalytikers Alexander Mitscherlich. Eine besondere Sammlung stellt das Literaturarchiv Franz Lennartz dar, in dem mehr als eine halbe Million Zeitungsausschnitte und anderes Material zu Schriftstellern überwiegend des 20. Jahrhunderts zusammengetragen sind.
Die Handschriftenabteilung der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main besitzt insgesamt 2.450 Handschriften, darunter etwa 600 abendländische mittelalterliche Handschriften. Sie stammen größtenteils aus der alten Frankfurter Stadtbibliothek, deren Tradition bis in das Jahr 1484 zurückreicht, sowie aus den säkularisierten Frankfurter Stifts- und Klosterbibliotheken. Außerdem werden etwa 200 Nachlässe von Gelehrten, Schriftstellern und Künstlern des 16. bis 20. Jahrhunderts sowie etwa 20.000 alphabetisch nach Autoren geordnete Autographen aufbewahrt.
Sammlung von Werken und Zeugnissen der Wirkungsgeschichte vor allem in der bildenden Kunst und auf der Bühne. Das Museum ist mit ca. 34.000 Medieneinheiten das größte Dokumentationszentrum zu Kleist. Es besitzt ferner die Mikrofiche-Sammlung "Bibliothek der deutscher Literatur" mit 15.000 Werken und seit 1996 die Sammlung Kleist/Minde-Pouet-Nachlaß (ca. 5.000 Bestandseinheiten). Nebenschwerpunkte der Sammlungen sind Ewald Christian, Franz Alexander von Kleist sowie Friedrich de la Motte Fouqué.
Die Handschriftenabteilung der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg ist eine der ältesten öffentlich zugänglichen Sammlungen ihrer Art. Den Grundstock bilden Bürger- und Gelehrtennachlässe, besonders der Professoren des Johanneums und des Akademischen Gymnasiums. Später kamen Bestände aus den Hamburger Kirchen, dem Stadttheater sowie Literaten-, Künstler- und Musikernachlässe hinzu. Nachlässe u. a. von Joachim Jungius, Thomas Selle, Friedrich von Hagedorn, Johann Mattheson, Friedrich Gottlieb Klopstock, Charles de Villers, August Hennings, Detlev von Liliencron, Richard Dehmel, Friedrich Chrysander, Georg Heym, Hans Henny Jahnn, Wolfgang Borchert , Hubert Fichte.
Neben der Exilsammlung der Deutschen Bibliothek verfügt die Bibliothek der Arbeitsstelle über die bedeutendste Spezialsammlung in der Bundesrepublik; u. a. stehen ca. 15.000 Bände inkl. 200 Mikrofilme der wichtigsten Exilzeitschriften zur Verfügung.
Das 1987 gegründete Zentralarchiv ist eine Einrichtung des "Zentralrats der Juden in Deutschland" und übernimmt vor allem Altakten jüdischer Gemeinden und Verbände der Bundesrepublik Deutschland. Daneben bemüht es sich auch um Nachlässe und Sammlungen deutsch schreibender jüdischer Autoren. Vertreten sind Historiker, Schriftsteller und Journalisten. Umfangreichere Bestände sind vorhanden u. a. von Joseph Wulf, Barbara Honigmann und Henryk Broder.
Das privates Archiv vom Helmut Sembdner bildet den Kern des Kleist-Archivs in Heilbronn bildet. Es umfaßt Werkausgaben und Dokumentsammlungen, Aufsätze, Bücher u. a.
Das Archiv des Museums für Literatur am Oberrhein verwaltet wertvolle Erstausgaben, Handschriften, Briefe und Dokumente von über 150 oberrheinischen Schriftstellern. Schwerpunkt bildet dabei neben dem Nachlaß von Joseph Victor von Scheffel das 19. Jahrhundert, von Johann Peter Hebel über Ludwig Eichrodt bis zu Adolf Kußmaul. Daneben finden sich Nachlässe von Max Barth, Ernst Feuerstein, Julius Overhoff, Friedrich Roth u. a.
Mit einer geschlossenen schriftlichen Überlieferung seit dem Mittelalter zählt das seit über 600 Jahren bestehende Historische Archiv der Stadt Köln zu den umfangreichsten kommunalen Archiven Deutschlands. Zu inzwischen über 700 Einzelfonds zählen folgende Archive: Kunstsammler und Museumsstifter Franz Ferdinand Wallraf, Reichskanzler Wilhelm Marx, die Schriftsteller Hans Bender, Heinrich Böll, Hans Mayer, Paul Schallück und Dieter Wellershoff, die Komponisten Max Bruch, Ferdinand Hiller, Jacques Offenbach, der Dirigent Günter Wand und die Kunstsammler L. Fritz Gruber und Josef Haubrich. Der Bereich Sammlungen umfaßt Karten und Pläne, zeitgeschichtliche Fotografien, Flugschriften, "graue Literatur", Plakate sowie Spezialsammlungen.
der Stadtbibliothek Köln. In Zusammenarbeit mit dem Historischen Archiv der Stadt Köln, dem Archiv der Erben Heinrich Bölls und der Heinrich-Böll-Stiftung e.V. sammelt und verzeichnet es sämtliche Arbeiten Heinrich Bölls und der Literatur über ihn.
Aufgabe des von der Deutschen Schillergesellschaft getragenen Schiller-Nationalmuseums (eröffnet 1903) und des Deutschen Literaturarchivs (gegründet 1955) ist die Präsentation und Dokumentation der neueren deutschen Literatur. Das Deutsche Literaturarchiv in eines der größten und bedeutendsten seiner Art im deutschsprachigen Raum. Mittlerweile werden in dessen Handschriftenabteilung über 1.000 Schriftsteller-Nachlässe und Sammlungen, Verlags- und Redaktionsarchive sowie Einzelautographen verwaltet, darunter zum Beispiel Bestände von und zu Alfred Andersch, Jean Améry, Gottfried Benn, Paul Celan, Alfred Döblin, Hermann Hesse, Ernst Jünger, Heinrich und Thomas Mann, Joseph Roth und Jakob Wassermann.
Archive in München ist der gemeinsame Internetauftritt von Einrichtungen, die Unterlagen wie Akten, Urkunden und andere Einzelschriftstücke, Karten, Pläne, Bild-, Film- und Tonmaterial und sonstige Datenträger aus den Registraturen juristischer oder natürlicher Personen (Nachlässe) besitzen. Diese Seiten geben einen Überblick über die reiche Münchner Archivlandschaft und helfen Ihnen, die richtige Adresse für Ihre Fragen zu finden.
Das Monacensia-Literaturarchiv bietet Wissenschaftlern, Publizisten und Studenten ca. 170 Nachlässe mit knapp 330.000 Manuskripten, Typoskripten, Briefen, Tagebüchern und anderen biographischen Dokumenten (u. a. Bestände zu: Carl Amery, Ludwig Ganghofer, Oskar Maria Graf, Erika Mann, Klaus Mann, Gustav Meyrink, Oskar Panizza, Ludwig Thoma, Frank Wedekind). Eine umfangreiche Exlibris-Sammlung ergänzt die Bestände des Literaturarchivs. Zudem steht eine Präsenzibliothek mit über 117.000 Bänden zur Verfügung.
Bayerische Staatsbibliothek München
Die Abteilung Handschriften und Seltene Drucke verwaltet neben den Sammlungen abendländischer, orientalischer und ostasiatischer Handschriften eine rund 900 Namen verzeichnende Nachlaßsammlung - u. a. von Alban Berg, Wolfgang Fortner, Oskar Maria Graf, Immanuel Kant, Alfred Kubin, Ludwig I. und Ludwig II. von Bayern, Hans von Marées, Max Scheler, Karl Spitzweg, Adalbert Stifter, Richard Strauss, Johann Heinrich Voß und Richard Wagner.
Die Universitäts- und Landesbibliothek Münster pflegt Nachlässe seit den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. Ihre Sammlung umfaßt heute mehr als 120 Nachlässe, Teilnachlässe und Sammlungen und ca. 3.500 Einzelstücke. Schwerpunkte bilden die Bereiche der westfälischen Geschichte, Literatur, Kunst und Musik, die Gelehrtengeschichte Münsters im Zusammenhang mit der Universität Münster und die deutsche Geistesgeschichte zwischen 1780 und 1850.
Das Westfälische Literaturarchiv wurde 2001 im Landschaftsverband Westfalen-Lippe gegründet und wird vom Westfälischen Archivamt und der Literaturkommission für Westfalen getragen. Es versteht sich in Ergänzung bestehender Literaturarchive als Sammelstelle für literarische Nachlässe und Materialien westfälischer Schriftstellerinnen und Schriftsteller sowie als Informationsstelle mit kompetenter Beratung in Fragen rund um das Thema "Literarische Nachlässe in Westfalen".
Das 1998 eröffnete Erich Maria Remarque-Friedenszentrum verwaltet die weltweit umfangreichste Sammlung von Materialien von und zu dem Schriftsteller Erich Maria Remarque (1898-1970), darunter Autographen, Korrespondenzen, Ausgaben der Werke, Fotografien sowie eine Mikrofilmkopie des an der New York University verwahrten, umfangreichen Nachlasses des Autors.
Die Aufgabe des Theodor-Fontane-Archivs, einer wissenschaftlichen Institution des Landes Brandenburg, besteht darin, Handschriften, Literatur und andere Medien zu Theodor Fontane (1819-1898) und seiner Zeit zu sammeln, zu erschließen und durch eine Präsenzbibliothek, durch Publikationen und Veranstaltungen ebenso der Forschung wie der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Gottfried-Benn-Sammlung der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam
Das 1985 als Archiv für die Literaturen der Grenzregionen Saar-Lor-Lux-Elsaß gegründete und 1996 organisatorisch in die Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek integrierte Literaturarchiv Saar-Lor-Lux-Elsaß sammelt sowohl die Primärliteratur der genannten Regionen als auch die dazu korrespondierende Sekundärliteratur. Zudem widmet es sich dem Erwerb und der Aufbereitung von entsprechenden Schriftsteller-Nachlässen (z. B. Anton Betzner, Alfred Gulden, Norbert Jacques, Johannes Kirschweng, Gustav Regler, Eduard Reinacher, Oskar Wöhrle).
Hölderlin-Archiv der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart
Wichtige Teile des Bestands bilden die Erstdrucke der Werke Hölderlins, außerdem Lebensdokumente, Werkausgaben und Übersetzungen sowie Sekundärliteratur und Rezensionen. Erworben werden weiterhin Hölderlin-Handschriften, Originale oder Reproduktionen von Bildnissen Hölderlins sowie Nachweise der Rezeption vor allem in Literatur, Theater und Musik.
Stefan George-Archiv
Das Stefan George-Archiv ist eine Einrichtung der Stefan George-Stiftung und hat seinen Sitz in der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart. Bestand: der Nachlaß Stefan Georges; photographische und künstlerische Bildnisse Georges und seiner Freunde; Nachlässe, Teilnachlässe und Briefschaften von Angehörigen des George-Kreises (u. a. Friedrich Gundolf, Kurt Hildebrandt, Erich von Kahler, Ernst Kantorowicz, Max Kommerell, Melchior Lechter, Frank Mehnert und Karl Wolfskehl); das Archiv der "Blätter für die Kunst".
Das Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg wurde 1977 gegründet. Walter Höllerer schuf mit zwei Schenkungen an den Freistaat Bayern die Grundlagen für das Archiv. Die Korrespondenz der Literaturzeitschrift "Akzente" (ca. 35.000 Briefe), 1954 von Höllerer zusammen mit Hans Bender gegründet, bildet das Kernstück der Sammlung. Eine Dauerausstellung eröffnet einen Blick auf die deutschsprachige Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Darüberhinaus finden Autorenlesungen, Symposien, Vorträge und Ausstellungen statt.
1885 auf der Basis des Goethe-Nachlasses als Goethe-Archiv gegründet und 1889 nach der Übernahme des Schiller-Nachlasses zum Goethe- und Schiller-Archiv erweitert, besitzt die Einrichtung heute über 110 persönliche Archivbestände, hauptsächlich Nachlässe von Schriftstellern, aber auch von Gelehrten, Philosophen, Komponisten und bildenden Künstlern (z. B. Georg Büchner, Friedrich Hebbel, Johann Gottfried Herder, Franz Liszt, Friedrich Nietzsche, Fritz Reuter, Christoph Martin Wieland), einige Bestände institutioneller Herkunft (z. B. Insel Verlag Leipzig, Deutsche Schillerstiftung) sowie eine Autographensammlung, in der ca. 3.000 Autoren vertreten sind.
Ziel von KOOP-LITERA ist der Aufbau und die Koordination eines Netzwerks zwischen Institutionen, die moderne Nachlässe und Autographen erwerben, erschließen, bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich machen.