c/o Herrn Gerald Frodl
Vogelherd 130
91058 Erlangen
 
Tel: (09131) 60 29 83
 
Vorsitzender:
Dr. Hellmut Bornemann
 
Geschäftsführer:
Gerald Frodl

Die Charles-Sealsfield-Gesellschaft, gegründet 1964, widmet sich der Pflege, Herausgabe und wissenschaftlichen Erschließung der Werke des südmährischen Dichters, daneben liegt ihr an der Förderung der deutsch-amerikanischen Kulturbeziehungen, an der Bewahrung des Kulturerbes der südmährischen Heimat des Dichters sowie an der Förderung von dorther stammenden Schriftstellern, Künstlem und Forschem.
Diesen Zwecken dienen die Veröffentlichungen der Gesellschaft: die Jahrbücher/ Schriftenreihe, herausgegeben von Günter Schnitzler und Waldemar Fromm, sowie die jährlich erscheinenden Mitteilungen.
Erst das Testament des am 26. 5. 1864 in Solothurn verstorbenen Autors gab zu erkennen, daß er der am 3. 3. 1793 in Poppitz bei Znaim in Südmähren geborene Carl Magnus Postl war, der dem Wunsch der Mutter folgte und Geistlicher wurde, 1823 aber den Kreuzherrenorden in Prag verließ und nach Amerika floh. Der "Dichter beider Hemisphären" lebt seit 1832 in der Schweiz, reist noch viermal in die USA, zuletzt enttäuscht von der dortigen politischen Entwicklung, läßt aber auf seinem Grabstein wissen, daß er ein Bürger der USA gewesen sei. In Romanen wie "Der Legitime und die Republikaner" (1832) und "Das Kajütenbuch" (1841) gibt er seiner Begeisterung ffir die USA, die dort verwirklichte demokratische Staatsform als idealer Rahmen für starke Individuen vielstinunigen Ausdruck, sein letztes Werk, "Süden und Norden" (1842/43), konfrontiert die freien Söhne der Republik mit den Ränken und Anschlägen der in Aberglauben und Hörigkeit gefangenen Mexikaner des Jahres 1824, läßt sie aber daneben die Farbigkeit und Verführungsmacht südlicher Menschen und Landschaften erleben.
Nachdem die Sealsfield-Gesellschaft 2003 eine Neuausgabe des "Kajütenbuchs" erstellt hat, ist für 2005/06 eine solche von "Süden und Norden" in zwei Bänden geplant. Die Schriftenreihe sammelt Beiträge zur Sealsfield-Forschung und dokumentiert Symposien, auf denen Wissenschaftler aus unterschiedlichen Perspektiven das facettenreiche Werk Sealsfields beleuchten und erschließen. Band XIV/2002 widmete sich vorrangig dem deutschen Amerikabild des 18. und 19. Jh. sowie den wechselseitigen Beeinflussungen zwischen Sealsfield und Tocqueville.
Der Mitgliedsbeitrag von 25 Euro berechtigt zum kostenlosen Empfang der Veröffentlichungen. Ein Gesamtverzeichnis ist beim Geschäftsführer erhältlich.
 
 

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