| - Der Literarische Gesprächskreis Ludwigsburg stellt sich vor:
- Am 17.Oktober 1972 trafen sich dreißig in Stadt und Kreis Ludwigsburg lebende Autoren zum ersten Gedankenaustausch. Der bekannte Bietigheimer Otto Rombach war noch dabei, der Satiriker Dr. jur. Wolfgang Kircher (Theophil Schnurz), sowie der Übersetzer Helmut M. Braem. Das Treffen wurde initiiert von den Autor/innen: Renate Köstün (Lyrik), Erwin Brezing (Christengedichte), Helmut Dillenburger (Sachbuch) und Inge . Dillenburger (Jugendbuch, Familienromane). Zehn Jahre später beschlossen diese vier Autoren, unterstützt von den Vertretern mehrerer Schriftsteller-Verbände, in Ludwigsburg einen "Literarischen Gesprächskreis" ins Leben zu rufen. Er war von Anfang an gedacht als Treffpunkt von Autoren mit weiteren Freunden und Freundinnen der Literatur. Zahlreiche Teilnehmer der Schreibwerkstatt an der Volkshochschule Ludwigsburg, die seit 1981 von Inge Dillenburger durchgeführt wurde, schlossen sich dem Gesprächskreis an.
- Der ausführliche Bericht über die Gründungsversammlung in der Ludwigsburger Kreiszeitung titelte: "Mut auf dem mühsamen Weg zum Kennenlernen". Die junge Reporterin Frau Moosmann konnte nicht voraus sehen, dass der Literaturkreis, der an jenem Abend des 18. Januar 1982 entstand, im Januar 2002 sein zwanzigjähriges Bestehen - und 2007 sein 25. Gründungs-Jubiläum feiern würde - voller Schwung und mit vielen Plänen für die Zukunft!
- In den ersten zehn Jahren trafen sich die Literaturfreunde fünf Mal im Jahr zu Lesungen, Rezitationen, Vorträgen und Gesprächen. Zunächst in Gaststätten, was der Gemütlichkeit zuträglich, jedoch wegen der ständigen "Musikberieselung" dem Hörgenuss abträglich war. Da der Kreis über keinerlei Einkünfte verfügte, konnte er weder Honorare zahlen noch Säle mieten. Alles geschah auf freiwilliger ehrenamtlicher Basis.
- Im Jahr 1986 bot der neu ernannte Leiter der Stadtbibliothek, Dr. Konrad Umlauf, dem Literaturkreis die Stadtbibliothek als Treffpunkt an. Damit hatte der LGKL sein passendes "Gehäuse" zwischen Bücherregalen gefunden. Für größere Veranstaltungen stellte die Stadt ein Mal Im Jahr den Kleinen Saal im Kulturzentrum zur Verfügung. Diese Regelung bewährte sich, bis der Umbau des Kulturzentrums 1999-2001 den Literaturkreis zum Rückzug ins Barockzimmer des Ratskellers (in dem er gegründet worden war) veranlasste. 2005 stellte die Stadt den Literaten den barocken Pavillon im Ratskellergarten zur Verfügung, in dem jetzt die Mörike-Gesellschaft, die Goethe-Gesellschaft und der LGKL regelmäßig tagen.
- 1987 feierte der LGKL sein fünfjähriges Bestehen mit einer Lesung des Ludwigsburger Historikers und Autors Karl Moersch. Den zehnten Jahrestag im Januar 1992 gestalteten LGKL-Autoren, musikalisch begleitet von Uta und Rudolf Henning auf dem "Bibelregal". Oberbürgermeister Hans Jochen Henke verlieh an diesem Abend die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg an Inge Dillenburger für ihr ehrenamtliches Engagement.
- Am 12.Juli 1993 trafen sich zwölf Literaturfreunde, um den rund 80 Personen zählenden LGKL in einen gemeinnützigen Verein umzuwandeln. Eine Satzung wurde entworfen und eine ordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Am 6.Oktober 1993 wurde die Satzung verabschiedet und ein Vorstand gewählt: Vorsitzende Inge Dillenburger, Stellvertreter Uwe Münchhoff, Kassiererin Monika Raiser, Schriftführerin Heike Rapp-Wildner, Presse Anita Michael. 2005 wurden gewählt: Vorsitzende Inge Dillenburger, Stellvertreter Dr. Peter Malzacher, Kassiererin Ursula Klüber, Schriftführerin Hildegard Kellermann. Bis zu sieben Beiräte unterstützen den Vorstand. Jährlich findet eine Mitgliederversammlung statt, alle zwei Jahre werden Vorstand, Beirat und Kassenprüfer neu- oder wieder gewählt.
- Inzwischen hat sich die Mitgliederzahl bei 48 eingependelt, hinzu kommen einige über 80¬jährige beitragsfreie Ehrenmitglieder. Der Jahresbeitrag beträgt 15.- Euro, Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei. Anstelle eines Honorars erhalten die Vortragenden ein Buch. Angeregt vom Literaturprojekt WORT FÜR WORT der Kultur-Region Stuttgart im Jahre 1994 sammelte der LGKL Geschichten seiner Mitglieder zum Thema "Große Söhne und Töchter der Stadt". Der Ludwig-Stark-Verlag gab sie heraus unter dem Titel "Ludwigsburg erzählt - Geschichten aus unserer Stadt".
- Zwei Jahre später verwirklichte der Verein sein lang gehegtes Projekt "Ludwigsburg mit einem Lächeln" (1996) mit heiteren Erzählungen heimischer Autoren. Aus Anlass des von der Kultur-Region proklamierten JAHR DES TANZES folgte 1997 das LGKL-Buch "Ludwigsburg tanzt", geschmückt mit Fotos von Figurinen der Ludwigsburger Porzellan-Manufaktur. Sein 15 jähriges Jubiläum im Januar 1997 feierte der Literaturkreis mit einem viel beachteten Vortrag von Frau Dr. Hülle, Stuttgart, über Romain Rolland und die deutsch¬französische Freundschaft. Zum 20 jährigen Bestehen 2002 veröffentlichte der LGKL seine "Festschrift" und zwei Jahre später zum 300.Gründungsjahr des Ludwigsburger Schlosses die "Ludwigsburger Schlossgeschichten", verlegt vom Staatsanzeiger-Verlag in Stuttgart.
- Ludwigsburgs Partnerstädte Monbeliard (Eisass), Caerphilly (Wales), Jevpatoria (Ukraine) und St. Charles (Missouri, USA) wurden in Dia-Vorträgen vorgestellt, außerdem gedachte der LGKL in Gedenkjahren der großen Dichterinnen und Dichter: Eduard Mörike und Tony Schumacher, beide in Ludwigsburg geboren, Friedrich Schiller (der hier zur Schule ging), J.W. von Goethe, Sophie La Roche, Annette von Droste-Hülshoff, Ludwig Uhland, Wilhelm Busch, Isolde Kurz, Theodor Fontane, Antoine de Saint-Exupéry, Auguste Supper, Erich Kästner, Erwin Strittmatter, Lise Gast, Wolfgang Kircher und Renate Köstün. Auch die lebenden Autorinnen Eveline Hasler, Leonie Ossowski, Irina Korschunow, Sibylle Knauss, Inge Dillenburger, Ursula Jetter, Helga Kuilak-Brückbauer, Claire Beyer und Irene Ferchl wurden vorgestellt. Bei den Stuttgarter Buchwochen lasen 1998 drei, im Jahr darauf sieben und 2000 zwölf Autorinnen.
- Wegen verstärkter Nachfrage erweiterte der Verein 1995 sein Angebote von fünf auf neun Termine im Jahr - immer am vierten Montag der Monate Januar, Februar, März, April (Mitglieder-Versammlung), Mai und Juni; nach der Sommerpause: September und Oktober, sowie eine Jahresabschluss-Lesung Ende November. Seit 2007 folgt - in Zusammenarbeit mit der städtischen Volkshochschule - eine Weihnachtliche Lesung im Dezember. Spätestens im November erhalten alle Mitglieder das ausgedruckte Programm des folgenden Jahres, das vom Vorstand und vom Beirat im Herbst zuvor beraten und beschlossen wurde.
- Alle Termine werden im Ludwigsburger Veranstaltungskalender DER MONAT angekündigt, ebenfalls in der Ludwigsburger Kreiszeitung, im "Ludwigsburger Wochenblatt", im "literaturblatt" für Baden-Württemberg und in Stadtteil-Blättern, Orts-übergreifende Themen auch in Tageszeitungen in Stuttgart, Bietigheim, Marbach, Remseck und Kornwestheim.
- Der Schwerpunkt der Vereinsarbeit liegt in Stadt und Kreis Ludwigsburg, doch seit 1996 ist der LGKL auch Mitglied in der bundesweiten ALG e.V. (Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten mit Sitz in Berlin) und in der Mörike-Gesellschaft. Autoren des Vereins haben an der "Poetenbühne" des Studio-Theaters in Stuttgart und im Marbacher Schlosskeller gelesen, bei den Murrhardter Dichtertagen, bei den "Schreibenden Senioren" in Radebeul, Dresden und Rudolstadt, sowie beim Ludwigsburger LITERATURFEST am 21.Oktober 2007, das als ständige Einrichtung in jedem Herbst wiederholt werden soll.
- Sein 26 jähriges Jubiläum 2007 beging der Verein mit einem wissenschaftlichen Colloquium über zwölf "Autorinnen in Stadt und Kreis Ludwigsburg vom 18. bis zum 20.Jahrhundert". Die Referate sind 2007 als Buch beim Hirzel-Verlag in Stuttgart erschienen.
- Das Jahresprogramm des LGKL e.V. kann angefordert werden: Autorenarchiv Dillenburger, Häslenweg 17, 71642 Ludwigsburg, Tel. 07141-55 888, Fax 07141-25 70 49.
- Zusammenfassung: 230 Veranstaltungen in 25 Jahren: 9 Rezitationsabende, 40 Lesungen von Gästen, 57 Lesungen von Vereinsmitgliedern (einschl. Buchwochen) 40 Gruppenlesungen (Schreibwerkstatt und LGKL) 45 Sachvorträge über 36 Dichterlinnen, Partnerstädte u.ä., 34 auswärtige Veranstaltungen, auch Teilnahme an Programmen anderer literarischer Gruppen. 5 Ausflüge, z.B. nach Löwenstein, Bönnigheim, Theodor-Heuss-Haus Stuttgart u.a.. Außerdem 15 Mitgliederversammlungen und 30 Beiratssitzungen
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