- Die Deutsche Leopardi-Gesellschaft wurde 1989 in Bonn gegründet und verfolgt das Ziel, das Werk Giacomo Leopardis (1798-1837), eines der bedeutendsten Lyrikers und Denkers des italienischen 19. Jahrhunderts, auch im deutschen Sprachraum heimisch zu machen und im Kontext seiner Zeit einer interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren. Denn wenn auch jeder Italiener mindestens das Gedicht "L'Infinito" Leopardis kennt und Friedrich Nietzsche meinte, er "halte nur noch Dichter aus, die unter anderem auch Gedanken haben, wie Pindar und Leopardi", ist die Kenntnis dieses für Italien so wichtigen Denkers in Deutschland gegenwärtig noch eher gering.
- Die Gesellschaft zählt rund 150 Mitglieder und hat neben kleineren Veranstaltungen im Bundesgebiet mittlerweile drei internationale Kongresse in Bonn, Berlin und Neapel ausgerichtet, deren Tagungsakten auf umfangreiche und profunde Weise über die verschiedenen literarischen, philosophischen und historischen Aspekte Leopardis informieren. Neben Ausstellungskatalogen zum Leben Leopardis (1992) und zu Deutschen Reisenden in Neapel zu Zeit Goethes und Leopardis (1996) erscheint seit 1989 regelmäßig die Zeitschrift Ginestra, 1998 zum 200.Geburtstag Leopardis in einer Sondernummer. Seit August 1998 kann unter der Web-Adresse http://www.fu-berlin.de/phin eine ganz auf Leopardi ausgerichtete Nummer der Zeitschrift Philologie im Netz konsultiert werden.
Sebastian Neumeister | |