Kirchenweg 1, 69168 Wiesloch
 
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Vorsitzender: Dr. Helmut Beifuss
 

Gustav Freytag wurde am 13. Juli 1816 in Kreuzburg/Oberschlesien geboren. Er starb am 30. April 1895 in Wiesbaden. Er studierte 1835 deutsche Philologie in Breslau bei Hoffmann von Fallersleben, danach von 1836-1838 in Berlin bei Karl Lachmann. Er promovierte 1838 und habilitierte sich 1839 für deutsche Sprache und Literatur in Breslau. Nachdem seine Bewerbung um eine Professur 1843 aus politischen Gründen abgelehnt worden war, verzichtete er auf eine akademische Lehrtätigkeit. Gustav Freytag war 1848-61 und 1867-70 Mitherausgeber der nationalliberalen Zeitschrift Die Grenzboten. Außerdem publizierte er zusammen mit Alfred Dove von 1871-73 die Wochenschrift Im neuen Reich. 1870/71 weilte Freytag als Begleiter und Berichterstatter des Kronprinzen Friedrich von Preußen im Krieg in dessen Hauptquartier. 1893 wurde er zur Exzellenz ernannt und im selben Jahr erfolgte die Verleihung der Ordens Pour le mérite der Friedensklasse.
Zu den wichtigsten Werken des Autors zählen: Soll und Haben (ein Roman in drei Bänden, 1855); Die verlorene Handschrift (Roman, 1864); Bilder aus der deutschen Vergangenheit (ein kulturgeschichtliches Werk in fünf Teilen, 1859-67); Die Ahnen (ein Zyklus von sechs Romanen, 1872-1880) und das Lustspiel Die Journalisten (1852 uraufgeführt; in der Spielzeit 1997/98 wurde dieses Stück in der Bearbeitung von Horst Jürgen Winkel im Bonner Euro Theater Central aufgeführt). Sein Îuvre umfasst neben Schauspielen und Romanen aber auch die theoretische Abhandlung Technik des Dramas (1863, Nachdruck 1975) und zahlreiche Aufsätze zu Politik, Geschichte, Literatur und Kunst.
Gustav Freytag war liberaler Publizist, Kulturhistoriker und Erzähler mit geschichtsphilosophischem Interesse. Er gehörte zu den großen Gestalten des deutschen Geisteslebens im 19. Jahrhundert. Trotzdem war und ist er, wie eine genauere Analyse seines Lebens und Werkes zweifelsfrei ergibt, ungerechtfertigten Vorwürfen und Vorurteilen ausgesetzt. Dies zu dokumentieren, kann nur durch eine beständige, intensive Auseinandersetzung mit Freytags Werk und seiner Biographie gelingen. Eine solche zu gewährleisten, ist das zentrale Anliegen der Gesellschaft.
Neben der regelmäßigen Veröffentlichung von Beiträgen zu Leben und Werk Gustav Freytags, beabsichtigt die Gesellschaft deshalb auch, Tagungen durchzuführen.
Einmal im Jahr - in der Regel im Herbst - findet eine Mitgliederversammlung statt. Satzungsgemäß werden alle drei Jahre Neuwahlen des Vorstandes durchgeführt.
Die Gesellschaft gibt jährlich einmal die Gustav Freytag Blätter heraus. Sie sind als Forum gedacht für Beiträge (auch Rezensionen), deren Schwerpunkt die Person oder das Werk Gustav Freytags ist. Außerdem wird in ihnen auf Veranstaltungen wie Theateraufführungen, Ausstellungen etc. aufmerksam gemacht.
Einen Einblick in das Leben und Schaffen Freytags bietet auch das Gustav Freytag Museum, dessen Besichtigung allerdings nur nach vorheriger Anmeldung möglich ist. Die Adresse: Lange Gasse 1, 88239 Wangen, Tel. 07522/4369 oder 3704.
Die Flugschriftensammlungen Gustav Freytags befinden sich in der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt/Main.

 

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