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Das Goethe-Museum Düsseldorf ist eine der drei großen Goethe-Archiv- und Forschungsstätten und beherbergt die größte, etwa 50.000 Objekte umfassende Goethe-Privatsammlung der Welt. Zur Institution gehören das Museum, das Handschriftenarchiv,  die Forschungsbibliothek, die Kunstsammlung und ein Veranstaltungszentrum.Das Museum wird getragen von der Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung und der Stadt Düsseldorf. Die Sammlung beruht auf der einst größten Privatsammlung zu Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832) und seiner Zeit, die der Verleger Anton Kippenberg (1874 – 1950) aufgebaut hatte. Das Museum ist seit 1987 im Schloss Jägerhof untergebracht.


Kontakt:

Goethe-Museum Düsseldorf
Anton-und Katharina-Kippenberg-Stiftung
Schloß Jägerhof
Jacobistraße 2
D 40211 Düsseldorf

Museumsname: Goethe Museum Düsseldorf
Leitung: Prof. Dr. Christof Wingertszahn
Telefon: (0211) 8 99 62 62
Fax: (0211) 8 92 91 44
E-Mail: goethemuseum@duesseldorf.de
Webseite: www.goethe-museum.com

Veranstaltungen des Mitgliedes

14.03.2018 - 14.03.2018 | Goethe-Museum Düsseldorf "Käme ich nach England hinüber, ich würde kein Fremder seyn": Goethe und Großbritannien

Am 10. Januar 1825 bemerkte Goethe laut Eckermann: "Käme ich nach England hinüber, ich würde kein Fremder seyn". Der Klassiker ist nie nach Großbritannien gereist. Aber seine Kenntnis englischer Literatur ist immens, und seine Äußerungen über britische Kultur sind zahlreich und im Grunde zustimmend. Goethe erlebte über einen langen Zeitraum das Inselreich als Ort einer blühenden Literaturszene und als führende, technologisch fortgeschrittene Handels- und Seemacht. Er empfahl es den philosophierenden Deutschen einerseits als vorbildliches Land der Selbstbestimmung - der "completten Menschen" und der "tüchtigen derben Individuen" - , andererseits aber auch als Land der praktischen Vernunft. Dieses Lob gilt aber nicht uneingeschränkt. Der britische Individualismus ist dem Weimarer Genie zufolge in der Lage, auch "complette Narren" hervorzubringen, und der Wirklichkeitssinn der Insulaner kann zur skrupellosen Geschäftsmacherei werden. Das England, über das sich Goethe vor allem äußerte, ist das nach 1815, als Europa wieder in ein Gleichgewicht der Nationen umgemünzt wurde. Goethe verfolgte diese politisch bewegte Zeit genau, die von radikalen Strömungen und dem Versuch einer Verfassungsreform geprägt war. Er registrierte einen interessengeleiteten "englischen Hochmut" und beobachtete, besonders vor dem Hintergrund der Julirevolution von 1830, mit Sorge das Londoner Parlament als einen Ort "gegeneinander wirkender gewaltiger Kräfte (...), die sich paralysiren, und wo die große Einsicht eines einzelnen Mühe hat durchzudringen".

Beginn: 20 Uhr

Goethe-Museum Düsseldorf
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