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„Anfrage“ nannte Christian Geissler (1928 – 2008) seinen ersten Romans (1960), in dem er nach individueller Verantwortung der Väter in der Zeit des Nationalsozialismus und danach fragt, wie sie sich dieser Verantwortung stellen – oder auch nicht. Damit betrat er in der westdeutschen Literatur Neuland. Der „junge wilde“, in Hamburg geborene Schriftsteller, Dokumentarfilmer und Lyriker entwickelte sich in der Folge zum Chronisten der linken, widerständigen Bewegungen der Bundesrepublik und verband in seinen letzten Büchern die Erfahrungen des Nationalsozialismus mit der restaurativen Gegenwart. Seine Figuren und Stoffe hat er stets aus der unmittelbar erlebten Realität entwickelt, seine eigenwillige und lyrische Sprache bricht aber mit der Tradition eines abbildenden Realismus. Geissler schafft, auf Augenhöhe mit seinen Figuren, eine neue Wirklichkeit, seine Sprache vermittelt mit ihrem Klang und ihrem Rhythmus die Lust am Widerspruch, aber auch am gemeinsamen Handeln und am Erzählen selbst.
Die 2012 gegründete Christian-Geissler-Gesellschaft ist davon überzeugt, dass sein Werk auch für die literarischen und politischen Debatten der Gegenwart von Bedeutung ist. Die Gesellschaft setzt sich deshalb vor allem dafür ein, dass Werk Christian Geisslers zugänglich zu machen und eine öffentliche, literarische und politische Debatte darüber zu fördern. Außerdem unterstützt sie das Fritz-Hüser-Institut bei der Erschließung seines Nachlass’.

Kontakt:

Christian Geissler Gesellschaft
c/o Detlef Grumbach
Böckmannstr. 48
D 20099 Hamburg

Vorsitzender: Detlef Grumbach
Telefon: (040) 254 32 16
E-Mail: info@christian-geissler.net
Webseite: www.christian-geissler.net