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Seit 2002 findet sich in der Glockengießerstraße das Günter Grass-Haus, Forum für Literatur und bildende Kunst. Es bietet Einblicke in das Werk des Literaturnobelpreisträgers, Grafikers und Bildhauers Günter Grass. In Sonderausstellungen werden weitere künstlerische Mehrfachbegabungen vorgestellt.
Das Günter Grass-Haus möchte den Künstler in seiner Vielseitigkeit vorstellen, Kenntnis seines Werkes, der vom ihm geschaffenen Bildwelt und der dafür genutzten Arbeitsmethoden vermitteln. Der Sammlungsbestand von über 1100 Zeichnungen, Radierungen, Lithographien und Aquarellen, sowie der seit 1995 entstandenem Manuskripte, ermöglicht es dem Besucher, Einblicke in die „Werkstatt" des Künstlers zu bekommen. Besonders reizvoll sind außerdem der Skulpturenhof und der Museumsgarten, der im September 2007 neu eröffnet wurde.
Das Günter Grass Haus bietet regelmäßig Führungen, Spaziergänge, Workshops, museumspädagogische Projekte u.a. Veranstaltungen an.


Kontakt:

Günter Grass Haus
Forum für Literatur und Bildende Kunst
Kulturstiftung Hansestadt Lübeck
Glockengießerstraße 21
D 23552 Lübeck

Leitung: Jörg-Philipp Thomsa
Telefon: (0451) 122 4230
Fax: (0451) 122 4239
E-Mail: joerg-philipp.thomsa@luebeck.de
Webseite: www.guenter-grass-haus.de

Veranstaltungen des Mitgliedes

10.09.2017 - 02.04.2018 | Günter Grass-Haus Ringelnatz. Kunst und Komik.

Die Gedichte von Joachim Ringelnatz erfreuen sich seit mehr als 100 Jahren ungebrochener Beliebtheit. 1883 wird der Lyriker als Hans Bötticher im sächsischen Wurzen geboren. Als er seine Verse mit 25 Jahren zum ersten Mal in der Münchener Künstlerkneipe Simplicissimus auf der Bühne vorträgt, ist das Publikum von seinem anarchischen Sprachwitz sofort gebannt. Legendär wird später seine Bühnenfigur des Matrosen Kuttel Daddeldu.
Anders als seine Lyrik ist das bildkünstlerische Werk des reisenden „Artisten“, als der er sich selbst bezeichnet, deutlich weniger bekannt. Bereits 1905 beginnt er während einer Ausbildung zum Kaufmann in Hamburg erste Ölbilder zu malen. Ab 1922 wendet Ringelnatz sich intensiv der Malerei zu. Bereits ein Jahr später stellt die Galerie Flechtheim in Berlin 58 Gemälde und Zeichnungen aus. Weitere Ausstellungen folgen etwa in Wien und Frankfurt.
Die Schau nimmt die Malerei als Ausgangspunkt, um der komplexen Persönlichkeit des Künstlers nachzuspüren, der in seinen Bildern die Absurdität und Zerrissenheit einer sich im Wandel begriffenen Gesellschaft zu bannen versucht. Insgesamt werden rund dreißig Aquarelle, Zeichnungen und Ölgemälde gezeigt. An Audiostationen sind Auszüge aus seinen Prosawerken und Gedichten zu hören. Besonders junge Gäste dürfen in der Mitte der Ausstellungsfläche in einem echten Ruderboot Platz nehmen. Kinder können darin Auszügen aus dem „Geheimen Kinder-Spiel-Buch“ und dem „Kinder-Verwirr-Buch“ von Joachim Ringelnatz lauschen oder mit Materialien aus diesen phantasievollen Kinderbüchern kreativ basteln und malen.

Günter Grass-Haus, Lübeck
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16.04.2018 - 09.10.2018 | Günter Grass-Haus In Szene gesetzt: George Bernard Shaw und die Fotografie

George Bernard Shaw (1856-1950) ist bekannt für sein dramatisches Werk, das über 50 Theaterstücke umfasst. Darüber hinaus gilt er als eine der meistfotografierten Berühmtheiten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sein Ruf als Literaturnobelpreisträger, als bärbeißiger Kritiker und Provokateur, sein markantes Erscheinungsbild ebenso wie sein Talent zur Selbstinszenierung tragen zu seiner damaligen medialen Omnipräsenz bei. Zeitlebens ist er ein gefragter Interviewpartner, Redner und Kommentator. Wenn künftige Generationen einst in den Ruinen Londons graben würden, so spottet der mit Shaw befreundete Schriftsteller H. G. Wells, würden sie "Fotografien, mehr Fotografien und noch mehr Fotografien von Shaw" zutage fördern.

Günter Grass-Haus, Lübeck
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