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Die Mori-Ôgai-Gedenkstätte ist eine Einrichtung der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie übernimmt auf dem Gebiet der Vermittlung zwischen japanischer und deutscher Kultur Aufgaben, die in spezifischer Weise an die Person und das Werk des Arztes und Wissenschaftlers, des Dichters und Übersetzers Mori Ôgai anschließen. Die Gedenkstätte dient der Information der deutschen Öffentlichkeit und japanischer Besucher über das Vermächtnis Mori Ôgais. Sie fördert die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Leben und Wirken Mori Ôgais und seinem Einfluss auf die kulturellen Leistungen Japans. Die Gedenkstätte zeigt eine Dauerausstellung zum Autor und veranstaltet u. a. wissenschaftliche Vorträge, Lesungen und Sonderausstellungen.

Kontakt:

Mori-Ôgai-Gedenkstätte
c/o Humboldt-Universität
Luisenstr. 39
D 10117 Berlin

Museumsname: Mori-Ôgai-Gedenkstätte
Leitung: Kuratorin: Beate Wonde
Vorsitzender: wiss. Leiter: Dr. Harald Salomon
Telefon: (030) 2 82 60 97
Fax: (030) 2 81 50 68
E-Mail: mori-ogai-info@rz.hu-berlin.de
Webseite: u.hu-berlin.de/ogai

Veranstaltungen des Mitgliedes

28.04.2016 - 30.06.2017 | Mori-Ôgai-Gedenkstätte „Ein Paradies der Kinder“ – Der westliche Blick auf Kindheit in Japan um 1900

„Fast jeder Reisende hat das Wort des englischen Gesandten Alcock wiederholt, dass Japan das Paradies der Kinder sei, und mit Recht.“ So äußerte sich (Mori Ôgais Lehrer) Erwin Baelz, der als Professor der Medizin in Tokyo wirkte, im Jahr 1894 über den Umgang mit Kindern in Japan. Zahlreiche Zeitgenossen bestätigten seine Beobachtungen, und ihre Aussagen wurden zu einem festen Beschreibungsmuster in der Japanliteratur um die Jahrhundertwende.

Die Sonderausstellung der Mori-Ôgai-Gedenkstätte arbeitet heraus, wie sich der Topos des „Kinderparadieses“ in Bild und Schrift etablierte. So findet sich auf der Suche nach den Spuren, die junge Menschen in den Zeugnissen Japanreisender hinterlassen haben, reiches Material. Photographien, Zeichnungen und Landesbeschreibungen veranschaulichen die oftmals ausgeprägt positive Wahrnehmung der Lebenssituation japanischer Kinder. Die Exponate gehen indessen über ein idealisierendes Bild hinaus und ermöglichen Einblicke in weniger idyllische Aspekte der frühen Lebensphase in Japan während des Übergangs in die Moderne.

Die Ausstellung wird von der Vortragsreihe „Japanische Kindheit in der Meiji-Zeit“ begleitet, die im Sommersemester 2016 und im Wintersemester 2016/17 an der Mori-Ôgai-Gedenkstätte stattfindet.

Luisenstr. 39, 10117 Berlin
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06.07.2017 - 06.10.2017 | Mori-Ôgai-Gedenkstätte der Humboldt-Universität zu Berlin Die gefangene Nachtigall - fotografische Haiku-Interpretationen von Nadja Siegl

Sonderausstellung

Die zufällige Begegnung mit einem Band japanischer Haiku „Vollmond und Zikadenklänge“ aus dem Jahr 1956 inspirierte Nadja Siegl zu einer stillen, meditativen Serie mit Kompositionen aus farbreduzierten Fotografien, Verstiteln und roten Farbakzenten. Erinnerte Lyrik und die Affinität zu den ästhetischen Prinzipien der Kurzgedichte mit ihren strengen Formvorgaben, der Fokussierung auf Natur und Jahreszeiten gehen über das Auge der Fotografin eine ganz eigene Verbindung zwischen den Kulturen ein.

“Motive andeuten, aussparen, reduzieren und damit Ideen frei übersetzen - das sollen diese Bilder. Die dem Haiku eigene Prägnanz, in wenigen Worten ein Gedankenbild zu schaffen, ist Inspirationsquelle für die Arbeiten dieser Serie. Die Bilder wollen das Wesen der Dichtungsart Haiku aufgreifen und sich durch neue Interpretation klar von der klassischen Illustration absetzen. Inhalte der Haiku werden neu abgebildet, die Fotos löse ich vom Wortlaut. Dazu wird rote Tempera bewusst in aufbrechender Art verwendet.” Nadja Siegl

Vernissage am 6. Juli 2017, 18-20 Uhr

Mori-Ôgai-Gedenkstätte Raum 2
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